Einsatz für den Christoph Spitzingsee

......hieß es am Dienstag zu Beginn des praktischen Teils des Windentrainings.

christoph spitzingsee
Kurz bevor das Windentraining startete wurde von der Leitstelle Rosenheim angefragt ob der Christoph Spitzingsee (so lautet der offizielle Funkrufname des zur Verfügung gestellten Hubschraubers) einen Einsatz übernehmen könnte.


Mit dem für diese Fälle vorher eingeteilten Einsatzteam und der demensprechenden Ausrüstung startete die Maschine 2 Minuten später zu einer "bewußtlosen Person". Nach der Landung stellte sich raus, dass es sich um eine laufende Reanimation an der Bushaltestelle im Ort handelte. Eine zufällig anwesende Ärztin hatte beobachtet wie der Patient kollabierte und sofort die Reanimationsmaßnahmen eingeleitet. Während der medizinischen Versorgung durch die RTH-Crew erreichte auch der RTW die Einsatzstelle. Noch ausserhalb des Fahrzeugs gelang es durch den Einsatz des Defibrillators, dass das Herz wieder in einem geregelten Rhythmus schlug. Der Patient wurde dann vom RTW und dem ebenfalls alarmierten Notarzt bodengebunden mit eigenem Kreislauf in ein Krankenhaus gebracht.

Von dort musste der Patient aufgrund der Schwere seiner Erkrankung in eine Spezialklinik weiterverlegt werden. Mit Freude wurde uns nun mitgeteilt, dass der Patient alles gut überstanden hat, sich auf dem Wege der Besserung befindet und in Kürze das Krankenhaus ohne bleibende Schäden verlassen wird. Das dies so ist liegt sicher an dem reibungslosen Ablauf der Rettungskette: Das beherzte Eingreifen der vor Ort befindlichen Ärztin, das schnelle Eintreffen der Rettungskräfte und die hochqualifizierte Behandlung in den beteiligten Kliniken.

Dieser Einsatz hat wieder mal gezeigt wie wichtig die "Laienreanimation" in Form einer adäquaten Herzdruckmassage ist. Sie erhöht die Chancen für den Patienten, im Falle einer erfolgreichen Wiederbelebung, das Ganze ohne Spätschäden zu überstehen.