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Zwischenfall in Südtirol führt zur Demontage der Rettungswinde

bei "Christoph 1" und "Christoph Murnau" -  ADAC stellt Ersatzwindenhubschrauber 

 

Wie auch schon durch die Medien verbreitet fliegen seit Anfang Juli "Christoph 1" und "Christoph Murnau" ohne ihre Rettungswinden.

Dieser Zustand ist einem Zwischenfall in Südtirol geschuldet. Bei einem Rettungseinsatz wurde kurz vor dem Abwinchen der medizinischen Besatzung das Windenseil ohne Zutun der Besatzung einfach abgesprengt. Glücklicherweise haben die Kollegen diese Situation unbeschadet überstanden.

Nach dem Bekanntwerden des Zwischenfalls wurden weltweit alle Winden dieses Typs stillgelegt und abmontiert.

Bis der Hersteller der Ursache der Fehlauslösung des Sprengmechanismus auf den Grund gekommen ist bleibt die Winde ausser Betrieb.

Um Patienten dennoch schnellsmöglich Hilfe im alpinen Bereich zukommen zu lassen und die derzeit langen Anflugzeiten anderer Hubschrauber zu verkürzen arbeitete der ADAC in Verbindung mit dem Staatsministerium des Inneren die letzten Wochen mit Hochdruck an einem Konzept um die Zeit bis zur Wiederaufnahme des gewohnten Dienstbetriebs zu überbrücken.

Deshalb wird vom ADAC ab Samstag dem 30.07.2011 ein zusätzlicher Hubschrauber vom Typ EC 135, der mit einer Rettungswinde ausgestattet ist, in Dienst gestellt.

Standort wird unser Luftrettungszentrum am städtischen Klinikum München Harlaching. Dies bietet sich aufgrund der guten Unterstellmöglichkeiten im Hangar besonders an.

Die Dienstzeiten der Maschine sind von 10:00 Uhr bis Sonnenuntergang.

Die Alarmierung des Hubschrauber mit dem Funkrufnamen "Christoph Winde" erfolgt wie gewohnt über die integrierte Rettungsleitstelle der Berufsfeuerwehr München.

Die Besatzungsmitglieder des "Christoph Winde" werden von den Stationen Murnau und München gestellt.

Die beiden Luftrettungsstationen werden unverändert für Ihren Einsatzauftrag zur Verfügung stehen.

Wie lange diese Übergangslösung bestehen bleibt ist im Moment aus verschiedenen Gründen noch nicht absehbar.