Windentraining Alpin

Die Woche vom 7.5.-11.5. stand wieder ganz im Zeichen der Windenrettung. Von Montag bis Donnerstag waren die Teams der Rettungshubschrauber Christoph 1 und Christoph Murnau mit diversen Bergwachtbereitschaften damit beschäftigt die Rettung von erkrankten oder verunfallten Personen am Berg weiter zu optimieren.Briefing

Vor dem Übungbeginn wurde allen Beteiligten in der Schönfeldhütte mit kurzen Vorträgen näher gebracht wie der Ablauf sein wird und  sicherheitsrelevante Punkte besprochen.

Berg Sim von obenAngenommen wurde der Absturz eines Bergsteigers in unwegsames Gelände. Ziel war es den Patienten unter erschwerten Bedingungen medizinisch zu Versorgen und für die Rettung mittels Winde vorzubereiten. Für die Sicherheit an der Einsatzstelle wurde an jeder der Stationen ein Beobachter positioniert der auch den Übungsablauf bei der Nachbesprechung nochmal aus seiner Sicht darstellte.      

Berg Sim Szenario nahNach und nach wurden die Teams wie im echten Einsatz zur Einsatzstelle geflogen. Um ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen wurde von den Kollegen der Bergwacht erst ein Seilgeländer errichtet an dem sich die nachfolgenden Teams sich und die Ausrüstung gegen Absturz sichern konnten.

Gemeinsam mit den nacheinander eintreffenden Einsatzkräften wurde nun der Verletzte versorgt. Aufgrund des Unfallmechanismus wurde von einer lebensbedrohlichen Situation ausgegangen die eine umfangreiche medizinische Betreuung verlangt. Nach einer eingehenden Untersuchung wurde mit der Verdachtsdiagnose Polytrauma weitergearbeitet. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem die Anlage von zwei großlumigen intravenösen Zugängen, das Anlegen eines Stiffnecks, das Einleiten einer Narkose mit anschließender Abholen vom FelsIntubation und maschineller Beatmung sowie die komplette Verkabelung um eine lückenlose Überwachung des Patienten zu ermöglichen. Zeitgleich waren die anderen Beteiligten damit beschäftigt den Bergesack für die weitere Immobilisierung und die schnelle Rettung vorzubereiten was sich in diesem Gelände als sehr anspruchsvoll erwies.

Nach dem Umlagern wurde der Hubschrauber, der währenddessen die anderen Stationen abgeflogen ist, über Funk wieder zur "Einsatzstelle" beordert wo erst der Arzt mit dem Patienten aufgewincht und im Anschluss die restliche Mannschaft der Station abgeholt wurde.

Wie an jedem Tag fand im Anschluss noch eine Abschlussbesprechung statt wo jeder seine persönliche Sicht der Dinge den anderen Puppe abholennahelegen konnte und wo die, Gott sei Dank, nur kleinen Fehler angesprochen worden sind.

Nach 4 Tagen am Berg bleibt abschließend zu berichten, dass erneut ein Windentraining reibungslos geendet hat. Dies ist sicher dem Engagement und dem umsichtigen Handeln aller Beteiligten zu verdanken.

Besonderer Dank gebührt an dieser Stelle unseren Kollegen, die sich für das Windentraining viel Gedanken und Mühe gemacht haben.

MB