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Die Rettungswinde

 

Seit November 1994 ist Christoph 1 mit einer Rettungswinde ausgerüstet. Dies ermöglicht uns, Arzt und Rettungsassistenten auch in unwegsamem Gelände so nah wie möglich am Notfallort abzusetzen. Hierdurch können die Eintreffzeiten der medizinischen Crew am Patienten deutlich reduziert werden. Selbstverständlich kann auch der Patient mit der Winde aufgenommen werden und direkt, ohne Zwischenlandung, in den Hubschrauber verbracht werden. Bevor die Winde eingesetzt werden konnte, mußte das gesamte Hubschrauberpersonal, bestehend aus Piloten, Bordtechniker, Ärzte und Rettungsassistenten eingehend in einem zweiwöchigen Lehrgang geschult werden. Seitdem finden zweimal im Jahr, zusammen mit der Crew des ITH Murnau, einwöchige Refresher Trainings statt. Jedes Crewmitglied muß mindestens an einem Termin im Jahr daran teilnehmen. Zusätzlich wird auch die Bergwacht in dieses Training eingebunden, denn ein großer Teil unserer Windeneinsätze findet im Gebirge in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Bergwacht statt. Auch die Berufsfeuerwehr München, speziell die Höhenrettungsgruppe und die Taucher, sind in unser Windenverfahren eingewiesen und trainiert.

Seit Januar 95 werden pro Jahr im Schnitt 40 Windeneinsätze durchgeführt, der Großteil davon im Gebirge. Die übrigen Einsätze verteilen sich auf Rettungen über Wasser, in Waldgebieten, in Stadtgebieten, bei Arbeitsunfällen im Hochhaus und ein Einsatz in Landau auf dem Wasserturm.


Sehr hilfreich ist diesbezüglich die Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum für Luftrettung der Bergwacht in Bad Tölz. Dort können unter verschiedensten Umständen im Simulator mögliche Szenarien durchgespielt werden.


Beim ADAC gibt es drei Hubschrauber mit Winde:
 
- Christoph 1 (München)
- Christoph Murnau
- Christoph 26 (Sanderbusch)


Während die beiden erst genannten Hubschrauber vor allem die alpine Rettung , als auch andere Einsätze an unwegsamen Stellen (z.B. ausgedehnte Waldgebiete) sicherstellen, deckt Christoph 26 die rettungsdienstliche Versorgung an der Küste mit ihren Inseln ab. Auch Einsätze auf Schiffen, Bohrinseln und den grossen Offshore-Windanlagen gehören dazu.

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Technische Daten:

Seillänge : 90 m
zulässige Winchlast: 270 kg