Tagesablauf

Die tägliche Einsatzbereitschaft beginnt im Winter mit Sonnenaufgang, in den Sommermonaten ab 7:00 Uhr und endet mit Sonnenuntergang. Bevor sich die Crew bei ihrer zuständigen Rettungsleitstelle einsatzklar meldet, wird die Maschine vom Bordtechniker einer Vorflugkontrolle unterzogen, um sicherzustellen, dass z.B. über Nacht kein Öl aus dem Getriebe gelaufen ist, dass alle wichtigen Verbindungen intakt sind, die Steuerung in Ordnung ist, alle Lampen brennen und die Rettungswinde funktioniert.

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Der Rettungsassistent überprüft unterdessen die medizinische Ausrüstung in der Maschine und im Notfallrucksack.

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Anschließend bespricht der Bordtechniker mit dem jeweils diensthabenden Arzt die Verfahren für einen Windeneinsatz in Theorie und Praxis, um sicherzustellen, dass bei einem solchen Einsatz alle Handgriffe sitzen.

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Einen Teil der Zeit verbringt man allerdings mit Warten.

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Schließlich kann es passieren, dass irgendwann von der Rettungsleitstelle ein Einsatz gemeldet wird.

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Über Funk werden die Einsatzkoordinaten an RettAss oder den Bordtechniker übermittelt, während der Pilot schon die Turbinen anlässt.

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2 Minuten nach der Alarmierung ist der Hubschrauber in der Luft. abflug
   

Aus der Luft ist die Unfallstelle in der Regel gut ersichtlich. Der Pilot sucht sich einen geeigneten Landeplatz in der Nähe.

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Der Verletzte wird von der medizinischen Crew, in Zusammenarbeit mit den Kollegen der bodengebundenen Rettungsdienste, aus dem Auto befreit, versorgt, stabilisiert und und schließlich in den Hubschrauber gebracht.

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Auch in der Maschine wird der Patient während des Fluges intensiv medizinisch betreut. (Hier wird eine Ultraschall- untersuchung des Bauches durchgeführt, die Aufschluss über eine Blutung im Bauchraum geben soll.)

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Nach der Landung im Krankenhaus wird der Patient ausgeladen. In der Regel warten wir 2 Minuten, bis die Turbinen abgeschaltet werden und der Rotor steht. Nur in dringenden Fällen wird bei laufendem Rotor ausgeladen um die gesundheitliche Belastung durch Lärm und Abgase sowohl für Patient, als auch für die Crew, gering zu halten.

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In der Klinik angekommen, findet die weitere Versorgung im Schockraum statt. Das Krankenhaus wird vorab über die zuständige Rettungsleitstelle und in Sonderfällen über Mobiltelefon direkt aus dem RTH über den Zustand und das Verletzungsmuster des Patienten informiert.

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Im Anschluss an jeden Einsatz folgt der -mittlerweile elektronische- Papierkram. Es müssen vom Piloten bzw. Bordtechniker, vom Arzt und vom Rettungsassistenten jeweils eigene Protokolle über den Einsatz angefertigt werden. Diese Protokolle werden noch am selben Tag per Intranet in die ADAC Zentrale gesandt.

edv